Lengerich lohnt

Panorama Lengerich am Frühmorgen

Lengerich lohnt

Als ich mich 1993 anschickte diese Werbeagentur zu übernehmen, kannte ich Lengerich vom täglichen Vorbeifahren auf der Autobahn und einem Krankenbesuch im Lengericher Krankenhaus. Weder das eine noch das andere hatte dazu geführt, diese Stadt einmal näher in Augenschein zu nehmen.

Ich wohnte (und wohne) in Münster und arbeitete in Osnabrück. Da war für Lengerich kein Platz. Deshalb übernahm ich die Agentur mit dem festen Vorsatz, den Sitz so schnell wie möglich nach Münster zu verlegen. Das war vor mehr als zwanzig Jahren, ist bis heute nicht erfolgt und der Vorsatz ist längst ad acta gelegt. Lengerich hat seine Chancen genutzt. Nicht, dass sich etwas in meinem Verhältnis zu Münster geändert hätte; ich bin nach wie vor bekennender Münsteraner, aber inzwischen ebenso überzeugter Lengericher.

Hier kaufe ich ein, hier duze ich mich mit meinem Tankwart, der mein Motorrad trotz einiger „grenzwertiger“ Umbauten immer wieder über den Tüv bringt und hier machte meine Tochter ein Studienpraktikum an der Grundschule.

Es hat einige Zeit gedauert, bis ich herausfand, dass Lengerich viel mehr zu bieten hat, als es auf den ersten Blick scheint. Der letzte Impuls, dies auch öffentlich kundzutun, kam von Pan Tau, unserem Sicherheitsbeauftragten, der mich jeden Tag nach Lengerich begleitet. Auf unseren mittäglichen Spaziergängen lernte ich Dinge und Ecken kennen, an denen ich bisher achtlos vorbeigefahren war.

Auf meiner Seite „Lengerich lohnt“ geht es also vor allem um Entdeckungen, die Pan Tau und ich in den letzten Jahren gemacht haben.

Allerdings haben wir uns vorgenommen, kein starres Schema anzulegen, sondern über das zu berichten, „was sich lohnt“, ganz egal, was es ist. Historische Exkurse und detaillierte Insiderinformationen sind von uns nicht zu erwarten. Wir werden nicht bis in tiefste Tiefen recherchieren (Pan Tau wirft ein, dass das nur für mich gilt. Er will noch den einen oder anderen Kaninchenbau intensiver erforschen) wir wollen einfach in loser Reihenfolge und ohne zeitlichen Druck unsere ganz subjektiven Eindrücke publizieren.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei.